Aare
Aus SC Wiki
| Piste Olympia | |
|---|---|
| Der Zielraum von Aare | |
| Lage: | Aare, Schweden |
| Erstaustragung Weltcup: | 1954 |
| Erstaustragung SC: | 2007 |
| Starthöhe: | 1.240 m |
| Zielhöhe: | 396 m |
| Streckenrekord Weltcup: | 1:42,40 (Aksel Lund Svindal) |
| Streckenrekord SC: | 1:32,782 (pezi10002) |
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Im schwedischen Aare wurde 2007 zum zweiten Mal nach 1954 eine alpine Ski-Weltmeisterschaft ausgetragen. Daher war diese Strecke, welche von Bernhard Russi designt wurde, auch bei der SC:07 vertreten. Dies war die einzige Ski-Challenge, in der diese Strecke enthalten war.
SC:07
2007 war das erste und auch einzige Mal die Strecke von Aare in der ORF-Ski Challenge vertreten, diese bildete auch den Saisonabschluss. Der Renntermin war das Wochenende vom 9. Februar 2007 bis 11. Februar 2007. Nachdem in der Qualifikation überraschend Josepe17 vorne lag, wurde beim Rennen wieder die "übliche" Ordnung wiederhergestellt. Es gewann zum vierten Mal in der Saison pezi10002. Bester Schweizer war LäriutderAlte auf Platz 7, bester Deutscher war LSGIjoule auf Rang 47.
Ergebnisse
Bestzeiten Qualifikation
- Sonne: Josepe17 (?)
- Schnee: Josepe17 (1:32,718)
- Eis: chewbaca (1:35,954)
Rennergebnis (Sonne)
- 1. Platz: pezi10002 (1:32,782)
- 2. Platz: chewbaca (1:32,936)
- 3. Platz: MasterM1chl (1:32,941)
...
- 7. Platz: LäriutderAlte (1:33,284)
...
- 47. Platz: LSGIjoule (1:33,817)
Tutorial
Allgemeines
Ǻre ist eine Strecke, die in unregelmäßigen Abständen zu Weltcup-Ehren kommt. Heuer wird zum ersten Mal eine WM im Ort ausgetragen. Insgesamt ist die Strecke sehr schnell, wenn auch nicht ganz so spektakulär wie die Klassiker im Weltcup. Insgesamt ist die Strecke ein Gleiterparadies mit langgezogenen, schnellen Kurven. In der SC ist dies sehr ähnlich – außerdem ist die Fahrzeit mit unter 1:35 Minuten wahrhaftig kurz. Auf den ersten Blick kommt Langeweile auf, da vor allem die ersten 30 Sekunden doch sehr eintönig sind; mehr dazu aber später. Doch die restliche Minute hat es in sich – extrem schnelle Kurven, giftige Wellen, Sprünge, blinde Kurven – und alles mit einer Geschwindigkeit von mehr als 130 km/h.
Ski-Einstellung
Hierzu gibt es nicht viel zu sagen, da durch die Flachheit des Kurses ein Maximum an Gleiten von Nöten ist. Außerdem gibt es keine einzige wirklich enge Kurve. Drehen kann man daher getrost bei 0 belassen, außer man ist ein wirklicher Gelegenheitsspieler, aber auch dann sollten 5 Punkte genügen... Kanten ist auch vernachlässigbar, 1 oder 2 Punkte KANN man vergeben, aber das ist eher der persönlichen Vorliebe anzupassen. Daher bleibt als logische Konsequenz für Sonne und Schnee 0-0-100 übrig, auf Eis ebenfalls, vielleicht 0-1-99, aber dies ist ebenfalls reine Geschmackssache. In den letzten Tagen gab es außerdem eine gewisse Hysterie um die Skifarbe diverser Topfahrer, da diese einen orangen Ski verwendeten. Das Rätsels Lösung: 0-0-1 ist von den Fahreigenschaften ident zu 0-0-100, nur die Farbe des Skis ist anders. Mehr ist nicht dran...
Kurventechnik
Noch einmal zur Kurventechnik - da dies der Schlüssel zu einer schnellen Fahrt ist. Wirklich enge Kurven sind nicht vorhanden in Ǻre, daher braucht man die Sprungtaste zum Kurvenfahren überhaupt nicht. In mittleren Kurven drückt man durchgehend die Richtungstaste und zusätzlich drückt man immer kurz die Hocketaste, so steht der Fahrer nicht auf, macht aber trotzdem eine schöne Kurve. Bei leichten Richtungswechseln geht man immer wieder ganz kurz von der Hocketaste und drückt ganz kurz die Richtungstaste, dann wieder in die Hocke - dabei sollte der Fahrer nicht aufstehen! Mit relativ wenig Übungsaufwand kann man so recht einfach deutlich schneller fahren. Und bei reinen Gleitpassagen reicht es vollkommen aus, immer in der Hocke zu bleiben und nur ganz leicht zu korrigieren. Aber nun zur Strecke!
Die ersten 30 Sekunden
Da man bis zur 1. Zwischenzeit wirklich nicht viel tun muss, außer die Hocke-Taste zu drücken, muss zur Überbrückung der Langeweile ein Witz herhalten:
Zwei Bergsteiger kommen im Laufe einer Bergtour an einer Gletscherspalte vorbei. Sagt der eine Bergsteiger zum anderen: "In diese Gletscherspalte ist letztes Jahr mein Bergführer abgestürzt." Sagt der andere Bergsteiger: "Und hat dich das nicht ziemlich mitgenommen?" Darauf antwortet der Bergsteiger:" Nein, er war sowieso schon ziemlich alt, und außerdem haben schon einige Seiten gefehlt!"
Nun, mittlerweile sollte das Gleitstück zu Eende sein und die 1. Zwischenzeit (der Vollständigkeit halber: 30,9 Sekunden, 127km/h) erreicht...
Bis zur 2. Zwischenzeit
Es folgt nun eine Passage mit mehreren schnellen Kurven, die sehr genau gefahren werden muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Beim Tor vor der längeren Linkskurve gleich nach der 1. Zwischenzeit ganz außen sein, dann eine gleichmäßige Kurve fahren. Direkt nach dem Tor beim Scheitelpunkt wartet eine Welle, hier braucht man ein wenig Glück, nicht versetzt zu werden. Im Idealfall kommt man mit ca. 122km/h und ganz rechts beim Ausfahrtstor heraus. Dann schön gemütlich nach links ziehen, die nächsten Tore ganz eng fahren. Es folgt eine gemeine Rechtskurve durch ein Doppeltor, wo beim zweiten Tor eine Welle ist. Ja nicht zu weit ausholen vor der Kurve, dann zum zweiten Tor nach innen ziehen. Die Welle sollte man möglichst sauber drücken, um nicht völlig abgetragen zu werden. Hier landet man im Idealfall nach ca. 25-30m innerhalb der blauen Linien und ist 125km/h schnell. Diese Passage ist eine Stelle, wo sehr viel Zeit gewonnen werden kann. Die nächsten 3 Tore bis zur Zwischenzeit sind so eng wie möglich zu nehmen, wobei das 2te Tor (Rechtskurve) früher angefahren werden kann, als den Anschein hat. Dann sollte man unbedingt ein wenig Luft vor dem nächsten Tor haben, um dann die Schlüsselstelle erfolgreich meistern zu können. Die Zwischenzeit sollte man übrigens bei 53,8 Sekunden und mit 148km/h oder mehr erreichen.
Doppelsprung und Schrägfahrt
Nun kommt die absolute Schlüsselstelle der Strecke: Direkt nach der Zwischenzeit kommt eine brutale Welle, wo man locker 50m weit segelt und direkt auf einer weiteren landet. Es geht sich gerade nicht aus, die zweite Welle zu überspringen, was die Stelle erheblich einfacher machen würde. Um diese Passage perfekt zu meistern, bedarf es einer guten Linie bei der Anfahrt. Beim letzten Tor vor der 2. Zwischenzeit sollte man bereits mit dem Schwung fertig sein, außerdem ganz eng am Tor sein. Danach Sprungtaste drücken, um die Sprungsdistanz um 5m zu reduzieren und eine bessere Kontrolle nach dem Aufsprung zu haben. Und dann ca. 2 Zehntel vor dem Absprung nach rechts ziehen. Man sollte dann im Idealfall ganz leicht links der Mitte wegspringen und direkt beim rechten Tor landen. Ganz kurz vor dem Aufsprung die Hocke-Taste loslassen und nur die Sprungtaste und Rechts-Taste drücken – dann zieht man direkt nach dem Aufsprung nach rechts. Wenn man aufgekommen ist, sofort wieder zusätzlich in die Hocke gehen, man fährt hier vielleicht 5m und fliegt schon weiter... Nun kann man die Sprungtaste loslassen. Wenn alles funktioniert hat, berührt man das nächste innere Tor oder ist zumindest knapp dran und hat 135km/h oder mehr, wenn die Zwischenzeit ausgeblendet ist. Man sollte nun etwa in der Mitte der Schrägfahrt sein und kaum korrigieren müssen. Diese Stelle ist sehr schwierig und braucht viel Übung, also nicht verzweifeln, wenns nicht sofort klappt! Ich habe selbst eine halbe Stunde gebraucht, um endlich mal diese Passage ohne Sturz zu meistern... Wink
Zur 3. Zwischenzeit
Im Anschluss an die Schrägfahrt wird’s noch rasanter. Hier gilt das Prinzip: Bodenkontakte halten! Idealerweise ist man am Ende der Schrägfahrt nun ein wenig unterhalb der oberen blauen Linie mit 150km/h oder mehr und lenkt nicht zu früh in die sehr enge S-Kurve ein, denn direkt beim inneren ersten Tor ist ein Schlag, welcher einen gefährlich in Richtung zweites Außentor versetzt und zudem Geschwindigkeit kostet. Also mit ein wenig Abstand durch, auch bei der Ausfahrt nicht zu früh nach innen zum Tor ziehen, sonst hebt es einen auch dort ein wenig aus. Dann sollte man mit etwa 145km/h herauskommen. Die nächsten Tore alle ganz eng nehmen und über den Russi-Sprung mit 156km/h (beim Bogen) ganz rechts drüber, den Sprung nicht drücken. Kurz nach dem Sprung ist in der Mitte des Kurses eine Welle. Ich finde es sinnvoller, diese zu umfahren, das heißt ein wenig später zum nächsten Tor ziehen, denn dann hebt man überhaupt nicht ab. Nach dem Linksschwung hebt es einen leicht aus, dann ganz eng durch die Rechtskurve, wobei es wichtig ist, ein wenig auszuholen, aber das Tor sehr gut zu erwischen. Denn nach der Kurve lauert gleich die nächste Welle, die sehr viel Zeit kosten kann. Es naht die 3. und letzte Zwischenzeit (Richtwerte: 1:22,7 Minuten und 140km/h), doch sollte man den Sprung unmittelbar danach nicht vergessen! Also unbedingt vorher mit der leichten Linkskurve fertig sein, sonst warten am rechten Streckenrand ein paar nette Werbetafeln...
Ab ins Ziel!
Direkt nach der letzten Zwischenzeit kommt noch ein Sprung, der wieder nicht gedrückt werden muss. Man sollte aber möglichst innerhalb der blauen Linien landen, da man sonst einen Umweg fährt. Danach immer nur so wenig wie möglich lenken, dann sollte es möglich sein, die Geschwindigkeit immer schön über 150km/h zu halten. Das Doppeltor vor dem Zielsprung nicht zu direkt erwischen, am besten vorher die Linie so wählen, dass man ein wenig Luft hat, um mit dem Schwung rechtzeitig vor dem Sprung fertig zu sein, denn sonst springt man sehr weit nach rechts und macht unter Umständen die Bekanntschaft mit einem Werbeschild, welches sicher immer über aufmerksame Betrachter freut... Smile Der Zielsprung sollte nicht gedrückt werden. Und dann gibt’s nur noch: Hoffen auf Edi und Adi, auf das die beiden schreien mögen!
Richtzeiten
Sonne: 30,9 – 53,8 – 1:22,7 - 1:34,5 (0-0-100)
Schnee: 30,9 – 53,8 – 1:22,6 – 1:34,4 (0-0-100)
Eis: 31,2 – 55,0 - 1:25,0 - 1:37,1 (0-1-99)

