Bormio

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Pista Stelvio

Blick auf die Anfahrt St. Pietro Sprung
Lage: Bormio, Italien
Erstaustragung Weltcup: 1985
Erstaustragung SC: 2005
Starthöhe: 2.255 m
Zielhöhe: 1.245 m
Streckenrekord Weltcup: 1:53.50 (Luc Alphand)
Streckenrekord SC: 1:46,752 (pezi10002)

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Bormio ist neben Gröden die zweite Italienische Strecke im Weltcupkalender der ORF-Ski Challenge. Bormio ist neben Kitzbühel bereits seit der SC:05 im Programm und gilt als extrem anspruchsvoll und als die schnellste Strecke der SC.

SC:08

Im Dezember 2007 ist Bormio bereits zum vierten Mal Schauplatz der ORF-Ski Challenge. Renntermin ist 28. Dezember 2007 bis 30. Dezember 2007. Sieger war wie im Vorjahr P3Zi, der damit bereits seinen zweiten Saisonsieg feierte. Dahinter gab es ein dramatisches Finale: Zweiter wurde chewbaca, dicht gefolgt von Yono, der wiederum j0neZ (bester Schweizer) um ganze 4 Tausendstel einer Sekunde auf Platz Vier verweisen konnte. Yono konnte somit den ersten Podestplatz für Deutschland in der Ski Challenge ergattern.

Ergebnisse

Bestzeiten Qualifikation

Bestzeiten Rennen (Schnee)

  • 1. Platz: P3Zi (1:50,349 39-35-26)
  • 2. Platz: chewie (1:50,418 39-35-26)
  • 3. Platz: Yono (1:50,440 11-10-8)

...

  • 4. Platz: j0neZ (1:50,444 38-35-27)

Tutorial

Allgemeines

Bormio ist die zweite italienische Strecke im Ski Challenge Kalender. Die Fahrt auf der legendären Stelvio-Piste unterscheidet sich grundlegend von den anderen Strecken der SC:08 – hier geht es so richtig zur Sache. Kaum Zeit, um wirklich einmal richtig durchzuatmen, geht es ständig mit Höchstgeschwindigkeiten durch die Gegend, bei steilem Terrain und vielen Kurven und weiten Sprüngen. Einzelne Stellen als Kriterien zu bezeichnen ist fast nicht möglich, da wie zuvor erwähnt es stets kaum Passagen zur Erholung gibt. Also am besten einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde volle Konzentration und erst nach dem Abschwingen durchatmen!

Ski-Einstellungen

In den letzten Jahren war die Strecke in Sachen Skiwahl stets eher ein „Klassiker“ – heuer stimmt das nur bedingt. Bei allen Bedingungen braucht man einen recht hohen Dreh-Anteil um gut um die Kurven zu kommen und auch genug Kanten, um nicht von der Ideallinie abzurutschen und den Schwung abzustechen. Grob gesagt ist der Ski auf Sonne Gelb, auf Schnee Rot und bei Eis Blau. Ich gebe hier nun mal die Ski-Einstellungen an, welche sich bisher bewährt haben. Ihr könnt meine eigenen Einstellungen natürlich wie schon in Gröden in meinem Profil nachlesen.

Sonne: 40-35-25

Schnee: 20-15-65

Eis: 30-70-0

Streckenbeschreibung

Die ersten Sekunden

Kaum hat sich der Läufer aus dem Starthaus hinauskatapultiert, gehts auch schon los. Man nimmt das erste Tor eng und zieht schön direkt in Richtung Sprung zu. Man bleibt lange in der Hocke, lenkt schon in der Hocke ein und geht erst im letzten Moment vor dem Tor beim Sprung kurz aus der Hocke, um schön eng ans Tor heranzufahren und direkt vor dem Absprung wieder die Stücke unter die Arme! Den Sprung selbst, welcher etwa 40 bis 45 m weit geht, drückt man nicht und versuchen etwa in der Mitte der Strecke zu landen. Dann schön in der Hocke zur ersten Zwischenzeit brausen, dabei leicht rechts der Streckenmitte aufhalten.

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Ab zur zweiten Zeitmessung

Die Welle direkt nach der Zwischenzeit auf 0 m drücken und schön direkt auf das nächste Tor zufahren. Beim Rechtsknick stets in der Hocke ganz eng fahren, sich nicht allzu weit nach Außen tragen lassen und den Sprung im Idealfall auf unter 30 m drücken. Zwischen den beiden Wellen auf die rechte Seite fahren, weil dort springt man weniger weit. Die nächste Riesenwelle nicht drücken, einfach ganz rechts drüberfahren – hier kann es oft passieren, dass man unsauber aufkommt und etwas an Geschwindigkeit verliert; das ist größtenteils Zufall. Das Doppeltor nach Links stellt die schnellste Kurve der Strecke dar: Hier zieht man einfach komplett in der Hocke ganz eng nach Links und streift beide Tore, denn etwas weiter außen ist eine Welle, die einem wertvolle Geschwindigkeit kostet. Nach der Kurve ganz gemütlich auf die linke Streckenseite ziehen und die zweite Zwischenzeit ganz links passieren. Die Welle dort drücken, wenn das Timing ganz perfekt passt, hebt man hier gar nicht ab, ansonsten reduziert man zumindest die Sprungweite deutlich.

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Das Karussell

Nun gehts größtenteils in der Hocke so richtig zur Sache: Für die Rechtskurve nach der Zwischenzeit schön ausholen und dann nach Innen ziehen und das Tor streifen und somit kommt man schön hoch heraus. Dann beim Linksknick wartet eine große Welle, welche man nicht zu Drücken braucht; am Besten fährt man hier ganz links drüber und kommt etwa mittig zum Doppeltor nach Rechts. Hier mit Abstand zum ersten Tor durchfahren und das zweite Tor ganz eng nehmen, somit kann man den Wellen ausweichen. Bei der Ausfahrt aus der kurzen Schrägfahrt schön eng fahren und nach unten ziehen, am besten mit ein paar Metern Abstand zur blauen Linie. Dann nach Links, leicht unterhalb der blauen Linie und etwas abwarten und dann ganz eng das Rechtstor nehmen. Hier ist eine Welle, die man vermeiden kann, wenn man dieses Tor so wie beschreiben anfährt und dieses dann schön „wegräumt“. Dann direkt hinunterstechen und knapp am Tor bei der dritten Zwischenzeit vorbeirasen.

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Die Traverse

Nach der Zwischenzeit kommt die berühmte Traverse, welche im Fernsehen so spektakulär aussieht, in der SC:08 aber verhältnismäßig einfach zu fahren ist. Das 90-Grad Eck nach der Zwischenzeit ganz eng fahren und ganz leicht nach oben ziehen, sodass man etwas unterhalb der oberen blauen Markierung ist. Dann nach die 180-Grad Kurve nach Rechts in einem Guss durchziehen, dabei den Scheitelpunkt etwa in der Streckenmitte setzen – denn vom rechten Tor bis zur Mitte der Strecke ist eine große Welle, welche die Fahrt allzu oft im Netz enden lässt... Nach der Welle der Kurve schön zumachen und knapp am nächsten Tor vorbei. Idealerweise kann man nun sich langsam nach unten tragen lassen um bei der Ausfahrt aus der Traverse ganz unten beim Tor angelangt zu sein.

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Anfahrt St. Pietro Sprung

Nach der Ausfahrt aus der Traverse ein wenig für das nächste Tor nach außen tragen lassen und immer schön in der Hocke bleiben. Dann in der Hocke zum Tor nach Rechts rüberziehen und hoch bleiben. Dann etwas abwarten und nach Innen lenken, wenn möglich gar nicht aufrichten und das Rechtstor ganz innen fahren. Die Linkskurve vor dem Sprung nach Möglichkeit auch in der Hocke durchfahren und ganz eng fahren, um somit wenig Umweg in Kauf nehmen zu müssen. Den „Schwanzler“ vor der Zwischenzeit auch auf direktem Wege durchfahren und ganz Rechts bleiben. Der St. Pietro Sprung steht bevor; Drücken und wegspringen! Dann den Steilhang hinunter Geschwindigkeit aufnehmen und in Richtung vierter Zwischenzeit brausen.

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In Richtung letzter Zwischenzeit

In weiterer Folge braucht man eigentlich nicht mehr aus der Hocke zu gehen, also einfach „Schuss“ durchfahren. Direkt bei der Zeitmessung geht es scharf nach Links, vorher etwa in der Mitte halten und das Tor ganz eng nehmen. Danach nur wenig in die Linie investieren und einigermaßen direkt das Rechtstor bei der Welle nehmen, hier drücken um nur wenig bis gar nicht abzuheben und somit für den Doppellinksschwung genügend Platz zu haben. Die nächste Welle auch nicht drücken und dann beide Tore ganz eng fahren. Achtung: Hier hebt man meistens kurz ein zweites Mal ab, also diesen Versatz in die Linie einfach einrechnen! Aus der Passage schön hoch herausfahren, sich langsam nach unten tragen lassen und die letzte Welle auch einfach überfahren. Die letzte Richtungsänderung vor der fünften und somit letzten Zwischenzeit auch sehr eng fahren und danach sich ein wenig Rechts der Streckenmitte positionieren.

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Schlussstück

Ein paar Meter nach der Zwischenzeit dann nach Links lenken und in einem Schwung durchfahren, wieder das Tor streifen. Danach oben bleiben, etwas abwarten und dann kurz vor der Anfahrt zu dem kleinen Sprung nach Unten stechen. Nach dem Tor einfach mittig über den Sprung drüber, auch hier wieder die Sprungtaste in Ruhe lassen. Dann eng nach Links ziehen und in der Querfahrt langsam abtragen lassen, bis man in der Streckenmitte angelangt ist. Sobald man das letzte Rechtstor sieht, gerade auf dieses zusteuern und dieses im Vorbeifahren berühren. Zum Schluss nur noch die Skier talwärts drehen und ab durchs Ziel, den Zielsprung dabei ignorieren. Wenn man im Auslauf ist, einen Schluck Baldriantee zu sich nehmen, um die blanken Nerven etwas zu beruhigen nach dem Höllenritt.

Richtzeiten

Sonne: 12,3 – 30,7 – 48,9 – 1:19,0 – 1:32,9 – 1:52,0 (SkilehrerI)

Schnee: 12,6 – 31,7 – 50,8 – 1:23,4 – 1:38,6 – 1:59,0

Eis: 12,4 – 32,0 – 50,0 – 1:21,7 – 1:36,2 – 1:56,6

Ich empfehle hier wieder wärmstens den „SkilehrerI“ als Geist.

Fazit

Knapp 2 Minuten vollste Konzentration sind gefordert auf dieser Achterbahn und es wird mit Sicherheit sehr knapp werden, das zeigen bereits die ersten Trainingstage. Also fleißig üben, auch wenn es eigentlich die geruhsame Zeit ist, denn hier kommt eine gute Zeit hauptsächlich durch gute Übung zustande. Also viel Erfolg und natürlich nicht auf das Üben der verschiedenen Wetterverhältnisse vergessen!

SC:07

Vom 29. Dezember 2006 bis 31. Dezember 2006 wurde bei der SC:07 Bormio zum dritten Mal ausgetragen. Der Sieger war wie bei dem ersten Rennen in Gröden pezi10002. Bester Schweizer war truda auf Platz 14 und bester Deutscher war Yon00OO auf Rang 30.

Ergebnisse

Bestzeiten Qualifikation

Bestzeiten Rennen (Schnee)

  • 1. Platz: pezi10002 (1:48,306)
  • 2. Platz: chewbaca (1:48,585)
  • 3. Platz: MasterM1chl (1:48,718)

...

  • 14. Platz: truda (1:49,679)

...

  • 30. Platz: Yon00OO (1:50,166)

SC:06

Bei der SC:06 war Bormio bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Kalenderjahres Schauplatz eines SC-Rennens. Das Rennen fand vom 29. Dezember 2005 bis 31. Dezember 2005 statt. Gewinner war Nikeblack bei Schneefall.

SC:05

Bei der SC:05 war Bormio die zweite Strecke nach Kitzbühel. Der obere Teil stimmte nicht wirklich mit der echten Strecke überein, da es nicht ausreichend Bildmaterial von diesem Streckenabschnitt gab.

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