Valdisere

Aus SC Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
O.K. Piste
Bild:Valdisere_ok.jpg
Zielhang der O.K. Piste
Lage: Val d'Isere, Frankreich
Erstaustragung Weltcup: 1952
Erstaustragung SC: 2008
Starthöhe: 2.705 m
Zielhöhe: 1.800 m
Streckenrekord Weltcup: 1:56.37 (Pierre-Emmanuel Dalcin)
Streckenrekord SC: 2:02,496 (MannOhneBrot)

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die O.K. Piste in Val d'Isere wurde in der SC:08 zum ersten und einzigen Mal in den virtuellen Weltcup-Kalender aufgenommen. Es ist somit die erste französische Piste im SC-Weltcup. Weiters fanden sowohl die Online- als auch die Offline-WM der SC09 auf der Face de Bellevade, die in der realen Welt als anspruchsvolle Strecke gilt und viele Felsen besitzt, statt. Diese unterscheidet sich deutlich von der O.K. Piste der SC:08.

SC:08

Hier gab es ein Kuriosum bei der Ski Challenge. Zum ersten Mal in der Geschichte des Spiels war eine Rennstrecke Schauplatz eines Rennens, wo kein Weltcup-Rennen geplant war, da die echte Abfahrt zwar im gleichen Ort gefahren wurde, jedoch auf der legendären Piste "Face Bellevarde". Renntermin war der 1. Februar 2008 bis 3. Februar 2008.

Ergebnisse

Bestzeiten Qualifikation

  • Sonne: MannOhneBrot (02:02,496)
  • Schnee: LuK9r (02:07,066)
  • Eis: LuK9r (02:06,581)

Bestzeiten Rennen (Sonne)

  • 1. Platz: Josepe17 (2:01,875 - 18-18-64)
  • 2. Platz: planBlj0neZ (2:02,074 - 17-16-67)
  • 3. Platz: PlanBIMarkus10 (2:02,104 - 16-18-66)

...

  • 7. Platz: Jumpnrun (2:02,553 - 19-16-65)

...

  • 17. Platz: tmathree (2:02,917 - 19-16-65)

Tutorial

Allgemeines

Eine Piste, die stets im Weltcup für turbulente Rennen sorgte, verdammt schnell ist und auch sehr gefährlich sein kann, wie der folgenschwere Sturz des Schweizers Silvano Beltrametti im Jahre 2001, der seit damals querschnittsgelähmt ist, zeigt. Das ist also die Piste O.K. in Val d’Isere, wo in der Regel das Kriterium des ersten Schnees im Weltcup ausgetragen wird. In der Ski Challenge ist die Strecke nicht minder herausfordernd und birgt neben der „Todeskurve“ noch einige weitere Passagen, die man unbedingt sehr genau nehmen muss, um im Ziel eine gute Zeit zu erzielen. Die andere Herausforderung ist außerdem mit Sicherheit die Vielzahl an großen und kleinen Wellen, welche auf der gesamten Streckenlänge lauern und gezielt gedrückt und umfahren werden müssen.

Ski-Einstellung

Viel Gleiten ist eindeutig der Schlüssel zum Erfolg in Val d’Isere, und da es kaum um enge Kurven geht, kann man mit weniger Drehen fahren als auf den anderen Strecken im SC-Weltcup. Ich würde für Sonne ungefähr 20 Drehen, 15-20 Kanten und den Rest Gleiten vorschlagen, damit liegt man auf alle Fälle gut im Rennen. Die Feinabstimmung ist natürlich wie auf jeder Strecke dem persönlichen Geschmack überlassen, denn es gibt keine optimale und gleichzeitig allgemein gültige Einstellung! Bei Schnee kommt man wiederum mit sehr wenig Drehen und Kanten aus, hier gilt etwa 0 Drehen und 0 Kanten und der Rest Gleiten als Richtwert. Auf eisiger Strecke braucht man dagegen einen ähnlichen Drehwert wie bei Sonne, aber deutlich mehr Kanten, etwa 0 Punkte, den Rest wieder auf Gleiten.

Sonne: 18-18-64

Schnee: 7-7-86

Eis: 19-47-34

Streckenbeschreibung

Startabschnitt

Oben weg geht es eher unspektakulär los, quasi ein Abtasten der Strecke, bevor es so richtig zur Sache geht. Die ersten 15 Sekunden zur Zwischenzeit gibt es nur eine lange Rechtskurve, die in der Hocke zu fahren ist und ein paar kleine Wellen, die man vermeiden sollte. Direkt nach der Zwischenzeit geht es dann so richtig los: Es lauert der erste Sprung, der unbedingt gedrückt werden sollte, um nicht schon oben Zeit zu verlieren. Trotzdem geht es hier 40-50 m weit hinunter, bevor man wieder Schnee unter den Füßen hat. Wenn man es schafft, den Sprung ganz links anzufahren, kann man den Sprung jedoch auf 20-30 m drücken. Danach hält man sich am besten etwa in der Mitte der Strecke auf und nimmt den Schwung nach Rechts sehr eng, sodass man leicht oberhalb der blauen Linie bleibt und die Welle nach dem Tor vermeidet. In Kürze erfolgt dann die zweite Zeitnehmung, auf welche man aber besser nicht achtet, denn nun ist vollste Konzentration gefordert. Dann die lange Linkskurve wieder in der Streckenmitte beginnen und nach innen ziehen, beim letzten Tor der Kurve dann eng sein und die Welle dort drücken. Nun sollte man sich nach der Ausfahrt aus der Kurve wieder in der Streckenmitte befinden und bereit für die absolute Schlüsselstelle der Strecke sein.

Die „Todeskurve“ und der Collombin-Sprung[

Nun lauert die vielzitierte „Todeskurve“, ein scharfer Knick nach rechts bei sehr hoher Geschwindigkeit. Als weiteres Kriterium kann betrachtet werden, dass man das innere Tor in der Kurve nicht sieht und daher blind einlenkt. Man sollte sich etwa in der Mitte der Strecke positionieren und versuchen, die Kurve möglichst direkt zu fahren. Einige Meter vor der Kurve lauert genau in der Streckenmitte eine Erhöhung, an der man entweder rechts oder links vorbeifahren sollte. Ich würde rechts empfehlen, da man sonst die Kurve versäumt und auf alle Fälle Zeit verliert. Die Erhöhung selbst ist die Spitze einer großen Welle, die einen auf alle Fälle aushebt und welche man NICHT drücken sollte. Direkt vor der Welle aufstehen und nach innen lenken und sobald man nun in der Luft ist, die Sprungtaste drücken. Nun kommt es einfach darauf an, ob die Anfahrt und das Timing beim Sprung gestimmt hat oder nicht. Idealerweise zieht man nach dem Aufkommen den Schwung sehr eng voll auf der Kante durch und kommt wunderbar mit sehr viel Schwung aus der Kurve hinaus und erreicht in der nachfolgenden Passage vor dem Collombin-Sprung rund 130 km/h. Danach geht es zum Collombin-Sprung, wo man kurz vor den Querlinien am Absprung den Sprung drückt und somit unter 50 m weit springt. Man sollte in der Nähe des rechten Streckenrandes landen und dort auch weiterfahren, ein paar Meter weg von den blauen Linien, denn dann wird man nicht von den kleineren Wellen in weiterer Folge ausgehoben. Nach einem sanften Rechtsknick kommt nun die dritte Zwischenzeit und danach geht es bis zum nächsten Sprung flach und eben weiter.

Telephone und Karussell

Am Ende des Gleitstücks wartet nun der Telephone-Sprung, für den man am besten die Krone-Tafel als Orientierung zum Drücken nimmt. Einfach auf der Höhe der Tafel drücken und knapp an dieser vorbei geradeaus drüberspringen. Die Kurve nach rechts dann sehr eng fahren und ganz auf der rechten Seite bleiben, sogar leicht außerhalb der blauen Linien. Nun kommt eine sehr schwierige langgezogene Linkskurve mit einer sehr großen Welle bei der Einfahrt. Man bleibt bis kurz vor dem Schild auf der rechten Seite ganz außen, zieht kurz vor dem Schild in der Hocke nach innen und drückt direkt auf der Höhe des Schildes dann die Sprungtaste. Wenn alles gut geht hebt man gar nicht oder nur minimal ab und zieht mit über 130km/h ganz eng in Richtung nächstes Tor nach innen. Es kommt kurz nach der großen Welle noch eine kleine, die man getrost ignorieren darf, sofern man nicht zu weit rechts außen ist. Danach geht es sehr schnell nach rechts, wo kurz nach dem letzten Tor vor dem Krone-Bogen und einer weiteren Welle die vierte Zwischenzeit gemessen wird. Danach schön eng nach links ziehen, denn man rechten Streckenrand sind einige Wellen, die einen immer weiter weg von der Ideallinie abtragen.

In Richtung Kompression

Nun kommt nach einem leichten Rechtsknick, den man eng fährt und sich danach in die Mitte der Piste tragen lässt, die Waldeinfahrt und ein sehr kritischer Streckenabschnitt. Hier darf man auf keinen Fall aus der Hocke gehen oder sich von der Ideallinie entfernen, denn hier kostet jeder kleine Fehler unendlich viel Schwung und Zeit. Es kommt nun ein leichter Knick nach links, den man eng fahren sollte. Unmittelbar danach sind schon die nächsten Herausforderungen zu sehen: vor der letzten Zwischenzeit gibt es eine große Welle, die verschieden hoch ist, in welcher sich zwei Lücken befinden, wo mit Einsatz der Sprungtaste man nicht abhebt. Eine der beiden Lücken gilt es zu treffen, dann fährt man einfach über die Welle drüber und dann muss man unbedingt ganz eng das nächste Tor (hier befindet sich die Zwischenzeit) fahren, sonst verliert man abermals den Boden unter den Füßen und die Fahrt ist de facto im Eimer. Nun geht es nach links über einen Hügel, hier auch wieder drücken, damit man gar nicht abhebt und ganz eng fahren, damit man das nächste Tor gut erwischt und den Schwung nicht abstechen muss. Jetzt kommt die letzte wirklich große Schwierigkeit der Strecke: Eine lange blind anzufahrende Rechtskurve mit dem klingenden Namen „Plan des eaux“. Ich würde empfehlen, das Tor bei der Einfahrt mit Respektabstand von hinten anzufahren, dabei nicht vergessen, rechtzeitig zu drücken und dann einfach konsequent nach rechts zu ziehen. Wenn das Timing passt, hebt man fast nicht ab kann das nächste Tor ganz eng passieren. Die Kurve nach links am Otto-Schild vorbei dann auch wieder mit Respektabstand zum Innentor fahren und erneut drücken, dann erwischt man die Wellen nicht so übel. Man sollte nun versuchen, schön in der Streckenmitte zu bleiben.

Kompression und Schlussabschnitt

Nun kommt die Anfahrt zur Kompression, welche im Spiel sich durch enorm viele kleine Schläge auszeichnet. Zuerst gibt es eine Rechts-Links-Rechts Kombination, die nicht allzu schwierig ist und man einfach ganz eng fahren sollte. Direkt nach dem letzten Tor der Kombination wartet nun die Unmenge an Schlägen; hier nicht drücken, einfach drüberfahren und ein wenig auf das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen hoffen. Als beste Voraussetzung dafür sollte man so eng wie möglich das letzte Tor der Kombi fahren, dazu immer versuchen, nach rechts zu ziehen. Nach dieser Stelle folgt eine ebene lange Linkskurve, welche keinen wirklichen Anhaltspunkt zum Einlenken bietet. Wenn man das innere Tor eng erwischt, kann man auch hier vollständig in der Hocke durchfahren, ansonsten muss man ganz kurz aufmachen. Kurz vor Kurvenende befindet sich noch eine Welle, die einen ein paar Meter versetzt, aber sonst nicht weiter aufregend ist. Somit sind alle Schwierigkeiten überstanden und man braucht die letzten Meter nur noch so direkt wie möglich zu absolvieren.

Richtzeiten

Sonne: 15,6 - 29,0 - 51,2 - 1:11,0 - 1:21,5 - 2:05,0 (19-22-59)

Fazit

Eine besonders kritische Stelle, dazu unzählige Wellen und sehr viele, sehr schnelle Kurven, das macht die Strecke aus. Wenn man hier vorne mitfahren möchte, muss man beide Kriterien optimal meistern und darf erst nach der Ziellinie durchatmen.

Links